Der Imker des Monats

Die Hitze steigt, die Bienen freuen sich über den leckeren Nektar und die Hornisse zeigt sich zum ersten Mal        … das ist Ihre Rubrik „DER IMKER DES MONATS„.

Insgesamt zeigen sich dieses Jahr gute Ergebnisse bei der Bewirtschaftung der Bienenstöcke. Es kommt nicht selten vor, dass zwei, drei oder vier Bienenkisten übereinander gestellt werden. Dies ist bei sesshaften Bienenvölkern seit längerer Zeit nicht mehr vorgekommen. Unsere Imker aus Korsika berichten von einem Einbruch der Honigproduktion um 50 %.

Jetzt, wo die asiatische Hornisse wieder vermehrt auftritt, sollten wir unser Wissen über dieses Insekt auffrischen!


Die asiatische Hornisse

Vor über 15 Jahren gelangte die asiatische Hornisse (Vespa velutina) nach Frankreich, wo sie als Prädator der Honigbienen weiterhin große Schäden in den Bienenstöcken verursacht. Die asiatische Hornisse ist etwas kleiner als die europäische und zeichnet sich durch ihren schwarzen Brustpanzer und ihre gelb-orange-farbenen Beine aus. Diese Art stammt aus Südostasien und wurde zufällig in Südkorea, Japan und Frankreich eingeschleppt.

Die Königin, die wir „Gyne“ nennen, baut ihr Nest im Frühling, wenn die Wetterbedingungen besser werden. Die Königin baut ein kleines Nest, das nur so groß wie ein Tennisball ist und legt darin etwa zehn Eier. Das Nest wird aus Holz und Papier gebaut.

Im Frühjahr ernähren sich die Hornissen von Pflanzenzucker, im Sommer gehen sie dann auf Insektenjagd, um ihre Proteinreserven für den Herbst aufzustocken.  Im September beginnt die Reproduktionszeit der Hornissen, die bis zum Winteranfang reicht.

In Frankreich hat die asiatische Hornisse nur sehr wenige Feinde. In Asien hingegen kann eine Fliege der Spezies der Parasitoide (Vestibular-Conops) die Hornisse befallen, was zu deren Tod führt.

Europäische Hornisse ebenso räuberisch wie die asiatische
Europäische Hornisse ebenso räuberisch wie die asiatische

Das Problem mit der Hornisse

Hornissen stellen für die Bienen einen gefährlichen Prädator dar. Durch ihren Schwebeflug vor dem Bienenstock setzt sie die Bienen unter Stress, was bei den Wächterbienen zu übermäßiger Wachsamkeit führt.

Schon jetzt ist ein deutlicher Rückgang der Biodiversität in unserem Umfeld durch landwirtschaftliche Aktivitäten zu verzeichnen; die Hornisse könnte den Rückgang noch verstärken.

Die Gemüsebauern haben dies festgestellt, da die Hornisse auch die Obstproduktion befällt, um Zucker zu erbeuten!

Lösungen gegen die Hornisse

Insbesondere ist es schwierig, eine gute Lösung für unsere Bienen zu finden. Derzeit werden mehrere Möglichkeiten geprüft. Auf dem Markt für Imkerausstattung finden wir heute verschiedene Angebote, um die Hornisse zu bekämpfen und unsere Bienenstöcke zu schützen.

Es gibt Fangsysteme wie Flaschen oder die REDTRAP-Kiste; so wird der Abflug der Hornisse mit Abschirmungen wie STOP-IT verhindert oder sie wird mit chemischen oder biologischen Ködern gefangen.

Working bee