Der Imker des Monats

Der Sommer ist vorbei und er war oft sehr heiß mit schönen Honigernten, aber auch sehr trocken. Es ist Zeit, die Bienenstöcke entsprechend Ihrer Rubrik „DER IMKER DES MONATS“ gegen die Varroamilbe zu behandeln.

In den meisten Regionen bescherten Blumen, Sträucher, Fruchtstände und Wälder unseren Bienen eine angenehme Jahreszeit. Wir liegen in einem guten Durchschnitt, weit entfernt von den letzten Jahren.

Es ist Zeit, an die Varroamilbe zu denken, die sich bei Hitze entwickelt und die die Bienenkolonien während des Winters  gefährden könnte. Nach den Sommerferien sieht die Planung folgendermaßen aus!

  

Behandlung beschaffen

Um zu erfahren, welche Behandlungen für Ihre Region geeignet sind, sollten Sie sich an Ihren Verband zum Schutz der Bienengesundheit (GDSA) wenden.

Amitraz- oder Fluvalinat-Therapien sind jetzt rezeptfrei in Apotheken und bei Tierärzten erhältlich. Dennoch kann ein Imkernachweis zur Meldung Ihrer Bienenstöcke gefordert werden. Fachgeschäfte, darunter auch Imkereien, haben derzeit keinen Zugang zu diesen Molekülen.

Für Profis kann sich Ihre GDSA oder Ihr ADA auch hier auf „hausgemachte Mischungen“ berufen, die günstiger sind und kein Risiko darstellen.

Biene mit Flügeln von Varroa gefressen
Biene mit Flügeln von Varroa gefressen

Kampf gegen Varroa

Um die Varroamilben zu bekämpfen gibt es mehrere Möglichkeiten:

– Einlegen von Platten (Boden des Bienenstocks) zur besseren Entfernung des Parasiten.

– Zerstören der männlichen Brut wie an den Rahmen mit Pfosten (unversponnener Rahmen mit diagonalem Holzstab).

 

Dies ist nicht ausreichend, da die Mehrheit der Kolonien täglich mit einem Varroatose-Befall lebt, der bekämpft werden muss. Daher sollte eine chemische oder biologische Behandlung in Erwägung gezogen werden.

 

Die chemische Behandlung:

Legen Sie Bänder mit Amitraz (Apivar) oder Fluvalinat (Apistan) aus und zwar je 2 Bänder pro Bienenstock 10c. Bei der Bewegung auf dem Band legt die Biene das Produkt auf den Rahmen ab. Diese Behandlung erfolgt nach der Ernte, von Mitte August bis Anfang September.

 

Die biologische Behandlung:

Hierbei handelt es sich um Moleküle wie Thymian, Oxalsäure (AO) oder Ameisensäure. Sie können durch Sublimation verwendet werden, d. h. durch Injektion einer Mischung aus AO und Sirup zwischen die Rahmen. Diese Behandlung sollte zwei Mal durchgeführt werden und zwar im August und im Dezember, wenn die Kolonien keine Brut mehr haben.

Behandlung eines Bienenstock durch Sublimation (5 ml pro Rahmen)
Behandlung eines Bienenstock durch Sublimation (5 ml pro Rahmen)
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