API des Monats

Tief in den französischen Wäldern und Bergregionen erlebt eine traditionelle Form der Imkerei eine bemerkenswerte Renaissance.Da die moderne Imkerei mit einer beispiellosen Krise konfrontiert ist, wenden sich viele Liebhaber und Naturschützer einer längst vergessenen Praxis zu: dem Baumstamm-Bienenstock. Durch die Nachahmung des natürlichen Nestes wildlebender Bienen rückt dieser traditionelle Lebensraum das Wohlergehen des Bienenvolkes wieder in den Mittelpunkt.

Die Baumstammbeute hat weder ein genaues Entstehungsdatum noch einen anerkannten Erfinder. Sie entstand im Mittelalter, als die Menschen begannen, hohle Bäume zu fällen, um sie näher an ihre Behausungen heranzubringen, und so vom einfachen Sammeln von Wildhonig zur sesshaften Imkerei übergingen. In Frankreich fand der Blockstock im Süden seine ideale Heimat, insbesondere in den Cevennen und im Zentralmassiv. Gefertigt aus verrottungsbeständigen Kastanienstämmen, auf felsigen Terrassen aufgereiht und mit einer schweren Schieferplatte als Dach bedeckt, ist er seit Generationen ein ständiger Begleiter der Bauern.

Das 20. Jahrhundert und das Streben nach immer höheren Erträgen hätten diesem traditionellen Handwerk beinahe ein Ende bereitet. Das Aufkommen moderner Bienenstöcke mit herausnehmbaren Rahmen, wie beispielsweise des Dadant-Modells, degradierte die Baumstammbeute zum „Museumsstück“. Damals ging es darum, die Brut begutachten zu können, die Anzahl der Bienenvölker zu erhöhen und so viel Honig wie möglich zu gewinnen. Angesichts des aktuellen Bienensterbens erlebt die Baumstammbeute jedoch ein spektakuläres Wiederaufleben des Interesses. Heute wird er nicht als Produktionsmittel wiederbelebt, sondern als Rückzugsgebiet für die Artenvielfalt, das dazu dient, die lokale Bienenpopulation zu schützen und zu stärken.

Baumstammbeute im Nationalpark Cévennes (Quelle: Nationalpark Cévennes)

Das Prinzip der Baumstammbeute basiert auf dem uneingeschränkten Respekt vor der Biologie des Insekts. Er besteht aus einem vertikalen Hohlraum, der in einen Baumstamm ausgehöhlt wurde und ein ideales Innenvolumen von etwa 40 bis 50 Litern bietet. Im Inneren gibt es keine geprägten Wachsplatten oder Holzrahmen: Die Bienen bauen ihre Wachswaben frei von oben nach unten und befestigen sie direkt am Holz oder an Querstreben, die unter der gewölbten Decke angebracht sind.

Diese Struktur bietet unvergleichliche Lebensbedingungen. Dank der 5 bis 10 Zentimeter dicken Holzwände profitiert das Bienenvolk von einer außergewöhnlichen Wärmedämmung, bleibt bei Hitzewellen kühl und ist im Winter vor Frost geschützt. Die raue Oberfläche des Holzes regt die Bienen zudem dazu an, den Innenraum vollständig mit einer Schicht Propolis zu überziehen, wodurch eine natürliche antibakterielle und pilzhemmende Barriere entsteht, die das gesamte Bienenvolk im Bienenstock schützt.

Die Nutzung einer Baumstammbeute bietet immense Vorteile für die Gesundheit der Bienenvölker. Indem menschliche Eingriffe so weit wie möglich minimiert werden, wird der Stress für die Bienen drastisch reduziert. Da der Bienenstock nicht regelmäßig geöffnet wird und auf systematische chemische Behandlungen verzichtet wird, kann sich das interne Ökosystem selbst regulieren und natürliche Abwehrkräfte gegen Parasiten entwickeln. Es ist der ideale Lebensraum für alle, die sich für den Schutz der Bestäuber einsetzen und das natürliche Schwärmen fördern möchten.

Diese Entscheidung bringt jedoch erhebliche Nachteile mit sich. Eine Baumstammbeute ist ein extrem schwerer Gegenstand, der nach der Aufstellung nur schwer, wenn nicht gar unmöglich zu bewegen ist. Aus gesundheitlicher Sicht erschwert die Unmöglichkeit, die Rahmen zu entfernen, die Inspektionen, was bei Gesundheitskontrollen zu Problemen führen kann (wie beispielsweise einem Befall mit Varroamilben). Schließlich muss man auf reichliche Honigernten verzichten: Der Honig gehört in erster Linie den Bienen, damit sie den Winter überstehen können, und die Honiggewinnung – die nur sehr selten stattfindet – erfolgt lediglich durch Auspressen der überschüssigen Waben.

Wie Sie sicher bereits erkannt haben, ist die Baumstammbeute nicht nur ein Museumsstück; sie ist nach wie vor sehr präsent, und wir müssen sie trotz der Nachteile in der modernen Imkerei weiterhin bewahren…

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Wir sehen uns ab nächsten Monat auf Ihrem API-Blog mit Ihrem treuen Partner, Les Ruchers De Mathieu!

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